Naturperlen entstehen ohne Eingriff des Menschen. Ein Fremdkörper oder eine Verletzung des Mantels führt dazu, dass sich im Weichkörper der Muschel ein Perlsack bildet, der Schicht für Schicht Perlmutt ablagert. Der Weltverband CIBJO legt in seinem Pearl Blue Book fest, dass das Wort Perle ohne Zusatz nur eine unbehandelte Naturperle bezeichnen darf.

Von außen ist der Unterschied zur Zuchtperle nicht zu erkennen. Der Nachweis gelingt nur im Labor per Röntgen: Naturperlen zeigen konzentrische Wachstumsringe bis zum Zentrum, Zuchtperlen einen Kern oder den Hohlraum eines Gewebestücks. Naturperlen machen heute weniger als 1 Prozent des Perlenmarkts aus. Historische Fanggründe waren der Persische Golf, Sri Lanka und die Karibik.

Entsprechend hoch sind die Preise. Der Rekord liegt bei rund 36,2 Mio. US-Dollar für den Perlenanhänger der Marie Antoinette, versteigert 2018 in Genf. Wie sich beide Arten unterscheiden, steht im Beitrag Naturperle oder Zuchtperle.