Perlmutt ist die Substanz, aus der eine Perle besteht. Die Muschel lagert es in tausenden Lagen um den Nukleus, den eingesetzten Kern, oder um ein Gewebestück. Jede Lage besteht aus Aragonit, einer kristallinen Form von Kalziumkarbonat, gebunden durch Conchiolin, ein organisches Eiweiß. Die einzelnen Aragonitplättchen sind nur 0,3 bis 0,5 Mikrometer dick.
Die Dicke der gesamten Perlmuttschicht unterscheidet sich stark nach Perlenart. Akoya-Perlen tragen in der Handelsware 0,3 bis 0,5 mm Perlmutt, gute Qualitäten bis 0,8 mm. Südseeperlen wachsen 2 bis 4 Jahre und erreichen 2 mm und mehr. Das Hanadama-Zertifikat verlangt mindestens 0,4 mm je Seite, gemessen per Röntgen. Süßwasserperlen bestehen meist ganz aus Perlmutt, weil sie ohne Kern gezüchtet werden.
Dünnes Perlmutt zeigt sich am Blinken beim Rollen der Perle: Der Kern schimmert durch. Solche Perlen nutzen sich schneller ab und verlieren früher ihren Glanz. Mehr dazu im Beitrag über Haltbarkeit und Vergilben.
