Die Conch-Perle stammt nicht aus einer Muschel, sondern aus der Fechterschnecke Lobatus gigas, die in der Karibik, vor den Bahamas und den Florida Keys lebt. Perlmutt besitzt sie nicht. Ihr Kalk lagert sich in feinen, gebündelten Fasern ab, was unter Licht eine flammenartige Zeichnung erzeugt, die sogenannte Flammenstruktur. Der Glanz ist porzellanartig, die Farbe reicht von Zartrosa bis Lachs.
Conch-Perlen sind reine Naturperlen. Nur etwa 1 von 10.000 Schnecken trägt überhaupt eine Perle, und von diesen erreicht nur rund 1 von 100 Schmuckqualität. Die meisten Funde sind Nebenprodukt des Fleischfangs. Zuchtversuche gibt es, doch marktreif ist bisher keine Conch-Zuchtperle.
Gute Stücke sind klein, oft unter 5 Karat, und werden je Karat gehandelt. Die Farbe kann unter Sonnenlicht verblassen, weshalb Conch-Perlen in Ringe und Broschen gehören, nicht in Ketten für den Tag am Strand. Zur Familie der nicht perlmuttartigen Perlen: Keshi, Mabe, Conch und Melo.
