Der Lüster beschreibt, wie scharf und hell sich Licht auf der Oberfläche einer Perle spiegelt. Eine Perle mit hohem Lüster zeigt Fensterkreuze und Lampen als klare Konturen, eine mit schwachem Lüster wirkt milchig oder kreidig. Die GIA unterscheidet fünf Stufen: Excellent, Very Good, Good, Fair und Poor.

Physikalisch entsteht der Effekt im Perlmutt. Es besteht aus Aragonitplättchen von etwa 0,3 bis 0,5 Mikrometer Dicke, getrennt durch hauchdünne Lagen aus Conchiolin, einem organischen Eiweiß. Diese Dicke liegt im Bereich der Wellenlänge sichtbaren Lichts, weshalb die Plättchen das Licht zugleich reflektieren und brechen. Je gleichmäßiger die Schichten, desto schärfer die Spiegelung.

Beim Kauf gilt der Lüster vielen Fachleuten als wichtigster der sieben GIA-Wertfaktoren, noch vor Größe und Farbe. Akoya-Perlen zeigen oft den schärfsten, fast metallischen Lüster, Südseeperlen einen weicheren, satinartigen Glanz. Wie sich die Stufen im Preis niederschlagen, zeigt der Ratgeber zu den Perlen-Graden von AAA bis Hanadama.

Lüster-Regler

Der Lüster ist die Schärfe der Spiegelung. Der Regler zeigt, was Gutachter zwischen schwach und ausgezeichnet unterscheiden.

schwachmittelgutsehr gutausgezeichnet